Chronik – 1816 bis 2002

Fastnachts-Almanach

1816 bis 1897

  • 1816 – Erstmalige Erwähnung des Begriffes Fastnacht in einer Landgräflichen „Polizey-Ordnung für Hessen-Homb.“.
  • 1844 – Georg Carl Zulehner komponierte den „Narrhalla Marsch“ in seiner Funktion als Prinz Carneval in Mainz.
  • 1860 – Homburgs erste Fastnachtszeitung im „Taunusboten“ das „Homburger Fastnachts-Blättche“.
  • 1870 – Der erste Homburger Fastnachtsverein „Die Sauern“, er bestand bis 1897/98.
  • 1896 – „Homborjer Fastnachts-Ulk“ erscheint bis 1914.
  • 1897 – Homburger Turnverein veranstaltete die erste Damensitzung.

1900 bis 1950

  • 1902 – Gründung des Homburger Karneval-Verein (Nasenverein) späterer „Homburger Carneval-Verein 1902 e.V.“
  • 1904 – Gründung des „CLUB HUMOR 1904 e.V.“.
  • 1919 – Gründung des „C V Heiterkeit 1919 e.V.“.
  • 1921–1923 – Bälle wurden wegen der Inflation verboten.
  • 1924 – Die Verbote vom preußischen Minister des Inneren wurden gelockert. Langsam ging es wieder aufwärts mit der Fastnacht in Bad Homburg.
  • 1929 – Wilh. A. Jäger (Prägeanstalt für Orden Frankfurt) prägte das „Goldene Vlies“ in neuer Variante. Es ist die höchste Auszeichnung für Karnevalisten in Hessen.
  • 1930 – „Kirdorfer Kreppel-Zeitung“ anlässlich der 11 Jahre „C.V. Heiterkeit“, wiederentdeckt 1997 durch den Chronisten.
  • 1933 – Mit dem Gleichschaltungs-Gesetz mussten sich HCV, Club Humor und Heiterkeit „parteilich gleichschalten“, d. h. der Vorstand musste, durfte oder sollte am besten in der NSDAP sein. Alle Fremdensitzungen mussten mit der „Kraft durch Freude“ (KdF) abgestimmt werden.
  • 1939 – 1945 – legten sich dunkle Wolken über Europa. Jetzt hieß es Narrenkappe gegen Wehrmachtshelm einzutauschen. Die ersten Fremden-Sitzungen nach dem 2. Weltkrieg wurden in Bad Homburg veranstaltet: 1946 – C. V. Heiterkeit 1919 e. V., 1949 – Homburger Carneval-Verein 1902 e. V. ,1950 – Club Humor 1904 e. V.

1950 bis 1970

  • 1952 – Bei der Jahresversammlung des HCV trennte sich ein großer Teil der Aktiven wegen Unstimmigkeiten.
  • 11. Oktober 1952 Bei einem Sommernachtsfest im Garten von Erich Eppers trafen sich die ehemaligen Aktiven. Man fragte sich, wie sollte der neue Verein heißen? Viele Vorschläge wurden diskutiert. Da fielen die entscheidenden Worte. Es war unser späterer Ehrenpräsident und GönnerHermann Dauppert, der sagte: „Was wollt Ihr, wir sind doch alle Freunde des Carneval„. Damit war der Name für den Verein gefunden.

    Der erste Vorstand des FdC:
    Hermann Dauppert (Präsident), Willy Herbert (1. Vors.), Ernst Ludwig Bernhardt (Schatzmeister), Gert Mahnke  (Schriftführer), Heinrich Glücklich (ZbV).

  • 1953 – Ein Kappenabend im Darmstädter Hof in Gonzenheim und eine kleinere Veranstaltung waren die ersten Schritte des FdC. Im Saalbau fand die erste große Sitzung statt. Die Dekoration wurde durch Fritz Franz geschaffen, der Bühnenbau mit freundlicher Hilfe von Hans Rack (Club Humor) gefördert.
  • 1955 – Anton Beck als neuer Präsident, sein Sohn Heinz Beck übernahm die Programm-Gestaltung.
  • 1956 – HCV und FdC hatten eine einmalige Idee: „Alles unter einem Homburger“ Die Sitzung war im Saalbau (Gelände Karstadt/Hertie).
  • 1956 – Der März wurde zum Geburtsmonat der „Landgräflichen Schloßwache des FdC“. Die Schloßwache wird nur noch bei offiziellen Anlässen eingesetzt.
  • 1963 – FdC feierte sein elfjähriges Jubiläum im Saalbau. Der Umzug vom heimischen Saalbau zur Stadthalle konnte den weiteren Aufschwung des FdC nicht bremsen.

    Der Vorstand des FdC ab 1963:
    Anton Beck (1. Vors. und Präsident), Ernst Ludwig Bern-hardt (stellv. Vorsitzender), Rolf Klein (2. Vors.), Peter Göbel (Schatzmeister), Heinrich Erny (Schriftführer),Karl Faust und Peter Lampert (Kassierer).

  • 1965 – Willy Zimmer entdeckte eine Scheune in der Alten Mauergasse 3, sie wurde umgebaut in ein Clubheim.
  • Am Elften Elften 1965 gründete Peter Lampert die „Harlekin Akademie zum weißen Turm zu Bad Homburg“. Diese Ehrung wird verdienten Fastnachtern, Gönnern des Vereins und offiziellen Würdenträgern zuteil.
  • 1966 – überreichte der FdC der Stadt Spielgeräte für einen Kinderspielplatz im Werte von 8.000,- DM. Die Spielgeräte wurden nicht gekauft, sondern von den Mitgliedern selbst gebaut. Die Spielgeräte wurden 1968 von der Stadt Bad Homburg im Bereich Dornholzhäuser Straße aufgestellt.
  • 1967 – FdC veranstaltete 2 Gala-Fremdensitzungen und 9 Maskenbälle. 2 „Närrische Beat-Partys“ konnten unter großer Teilnahme der Jugend durchgeführt werden.
  • 1967 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister:
    Bad Homburger Karneval-Gesellschaft – Freunde des Carneval e. V. (FdC)
  • 1968 – „Lachen, Leben, Lieben“. Das war das Motto Seiner Tollität Prinz Carlo I. (Gotta). Beweist dieser Wahlspruch nicht Lebensqualität? Beim Prinzenball war der Höhepunkt eine amerikanische Versteigerung zu Gunsten des Kinderheims Landgräfliche Stiftung. Die Versteigerung ergab den Betrag von 1.110,– DM.
    In der Jahreshauptversammlung trat Willy Zimmer (seit 1965 1. Vorsitzender) zurück und Rolf Klein wurde sein Nachfolger.

1970 bis 1990

  • 1970 – Wally Seipp gründete das Ballett und begann mit der Choreographie und Einstudierung von Ballett- und Gardetänzen.
    Peter Lampert (Schatzm.) war am 11.10.1969 in Gerolzhofen
  • 1972 – Prinzessin Angelika I. (Weimar) war mit dem FdC in
  • 1974 – 2 x 11 Jahre FdC.
    Bürgermeister Dr. Armin Klein erhielt den „Dr. h. c.“.
    Das Fastnachtsmuseum in Kitzingen bekam eine Uniform der ,,Landgräflichen Schloßwache“

    Der Vorstand des FdC:
    Rolf Klein (1.Vors.), Ernst Ludwig Bernhardt (2. Vors.), Peter Lampert (Schatzmeister), Fritz Röder (stellv. Schatzmeister), Helga Holler (Schriftführerin), Angelika Weimar (stellv. Schriftführerin), Günther Seipp, Reinhold Wick u. Karl Faust

  • 1977 – 25 Jahre FdC. FdC-Ballett wurde bei der Deutschen Meisterschaft in Neu-Isenburg Vizemeister der Senioren im Showtanz.
  • 1978 – Ernst Ludwig Bernhardt erhielt den „Dr.hum.cau.“ für unermüdliche FdC-Arbeit.
  • 1980 – Gala-Fremdensitzung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe. Der Gewinn der Veranstaltung und die Spenden der Bad Homburger Geschäfte ergaben einen Betrag von 25.700,-DM, den der 1. Vorsitzende Rolf Klein an den Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe überreichte.
  • 1981 – Prinzenparade in Leuven, Verbrüderung zwischen dem FdC und dem „Orde van de Pietermannen“.
    Oberbürgermeister Wolfgang R. Assmann bekam den „Dr.hum.cau.“ der „Harlekin Akademie zum Weißen Turm zu Bad Homburg“.
    Rolf Klein und Ernst Ludwig Bernhardt ehrten Stadtverordnetenvorsteherin Maria Scholz und Stadträtin Erika Bublitz mit dem Titel „Senatorin“.
  • 1983 – Letzte Sitzung des FdC im Kurhaus. Der FdC geht 1984 ins „Exil“ – ein neues Kurhaus soll gebaut werden. Die Sitzungen finden 1984 im Bürgerhaus Kirdorf statt.
  • 1984 – FdC-Ballett unter der Leitung von Wally Seipp trat in Bad Hersfeld zu „Hessen lacht zur Fassenacht“ auf.
  • Am 16. 4. 1984 wurde der 1. Band „Chronik der Bad Homburger Fastnacht“ der Öffentlichkeit vorgestellt.
    Die „Längste Festtafel der Welt“, Bad Homburg kommt 1984 in das Guinness-Buch. Die Tischreihe von der Haingasse bis zum „Alten Bahnhof“ hatte die Länge von 2.157 m. Der FdC beteiligte sich mit einem Stand.
  • 1985 – Fremdensitzung im neu erbauten Kurhaus.
  • 1986 – „Helau, der FdC feiert 3 x 11 Jahre“
    Ernst-Ludwig Bernhardt gab sein Amt als Sitzungspräsident an Rainhard Langer weiter.
    Wally Seipp hörte mit ihrer Choreographie der Tänze auf. Seitdem haben die Choreographie und Einstudierung der Gruppen: Bernd Bachmann, Petra Hock, Monika und Yvonne Neumann, Beate Sturm, Yvonne Wenzel und Marlene Zörkler.
  • 1987 – Rainer Wehrheim, 1. Vors. vom „Förderkreis Bad Homburger Münzkabinett“, erhielt die komplette Ordenssammlung des FdC von 1952 bis 1987 überreicht.
  • 1988 – Umzug von der Alten Mauergasse in das neue Clubheim Dorotheenstraße 10.
    FdC wurde Mitglied beim „Vereinsring Gonzenheim“.
    Am 11.11.88: Zweite Verbrüderung zwischen dem FdC und dem „Orde van de Pietermannen“ in Bad Homburg.
  • 1989 – Nebelkrähen auf der BUGA mit ihrer beachtlichen Show „Reise um die Welt“.

1990 bis 2000

  • 1990 – Norbert Neumann schrieb das Theaterstück: „Eine Woche Eiermann“. Am 6. 10. war Premiere.
  • 1991 – Funkstille auf der Homburger-Narrenwelle: Golfkrieg. Es war ein Fastnachts-Mega-Gau für alle Vereine! Am traurigsten war Prinzessin Beate I. (Sturm) vom FdC. Sie hatte sich auf die Regentschaft gefreut. Für sie war es das totale Aus!
  • 1992 – Wieder Fassenacht! Laut Beschluss des Narrenrates kann der Wunschtraum Ihrer Lieblichkeit Beate I. endlich erfüllt werden! Wegen des Golfkriegs 1991 war die Regierungszeit regelrecht „ins Öl gefallen“.
    1992 erhielten die Freunde des Carneval e. V. (FdC) von der Finanzbehörde die Gemeinnützigkeit zuerkannt.
  • Wussten Sie, dass der FdC seit dem 4. 2. 1968 „Senioren-Sitzungen“ veranstaltet?
  • 1994 – Das Vereinsheim Obergasse 8 konnte im April bezogen werden. Viel Arbeit und freiwillige Helfer waren notwendig für jedes der Vereinsheime. Einen maßgebenden Anteil am Gelingen dieser Bauvorhaben hatten unser Ehrenvorsitzender Rolf Klein und seine Firma.
    Zur „Senatorin“ wurden Bundestagsabgeordnete Bärbel Sothmann und zum „Konsul für den Freistaat Bayern“ der Geschäftsführer der Kur- und Kongress GmbH, Peter Bruckmaier, ernannt.
  • 1996 – FdC feierte 4 x 11 Jahre
  • 1997 – Norbert Neumann, bekannt als Verfasser von „Eine Woche Eiermann“, stellte sein neuestes Werk vor, ein Musical namens „Die Miss-Wahl“, nach bekannten Melodien neu getextet. Am 11. 10. wurde es dem Publikum präsentiert.
  • 1998 – Am 25. 2. sind die „Teddys“ im Kinderkanal der ARD beim „Tigerenten Club“.
    Vom Kurhaus in die Erlenbach-Halle! „Frisch gewagt ist halb gewonnen“. Jetzt ist der FdC mit seinen Sitzungen in der Erlenbach-Halle (Ober-Erlenbach).
    Oberbürgermeister Reinhard A. Wolters und Karl-Josef Wehrheim erhielten den Titel: „Senator der Freunde des Carneval“.
    Am Elften im Elften 1.111,11 DM für die Restaurierung des „Weißen Turms“.
    In den Räumen der Taunus Sparkasse wurde am 11.11. 1998 der 2. Band „Chronik der Bad Homburger Fastnacht“ der Öffentlichkeit vorgestellt.
  • 1999 – fdc-telegramm: erdbeben in der türkei -stop- fdc sammelt über 80 säcke mit hilfsmaterial -stop- rainhard langer bekam die verdienst-medaille in gold vom bund deutscher karneval -stop- general-konsul hans herbert barfeld wurde der „dr.humoris causa“ verliehen -stop- der närrische postbote vom fdc -stop-

Ab 2000

  • 2000 – Millennium-Rausch! „Aale Flaaschwurscht“ im Ring für jeden Mitwirkenden als Sonderorden bei der Sitzung.
    Rolf Klein wurde von Roland Koch, Ministerpräsident des Landes Hessen, das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Nach 32 Jahren Vereinsvorsitz stellte Rolf Klein sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung. Torsten Hainz, seit 1983 aktives Mitglied, wurde einstimmig bei der Jahreshauptversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt.
  • 2001 – „(…) Die Fremdensitzungen des FdC faszinieren immer wieder durch ihr hohes Niveau. Jedes Jahr ist man aufs Neue gespannt, ob die Freunde des Carneval ihren Level halten können und dann setzen die fidelen FdCler sogar noch eins drauf. (…)“. Taunus Zeitung vom 5. 2. 2001
    „Närrisches Gipfeltreffen“ mit Prinzessin Stefanie I.bei Roland Koch in der Staatskanzlei.
    Einziger noch erhaltener Papierorden vom ersten Homburger Fastnachtsverein „Die Sauern“, aus dem Jahre 1876, bekommt der „Förderkreis Bad Homburger Münzkabinett“.

    Der Vorstand des FdC:
    Torsten Hainz (1. Vorsitzender), Rainhard Langer (2. Vorsitzender), Rosemarie Ditzel (Schatzmeisterin), Kerstin Schickling (2. Schatzmeisterin), Monika Neumann (1.Schriftführerin), Matthias Zeitz (2. Schriftführer), Marlene Zörkler (Beisitzerin für Vortragende), Beate Sturm (Beisitzerin Schautanzgruppe) und Günther Hill (Beisitzer ZbV).

  • 2002 Die Freunde des Carneval werden 50 Jahre alt.
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